Wien Innen

Die Wiener Museen sind herrlich. Die erlesene Pracht des Kunsthistorischen, die intime Unmittelbarkeit der Musikergedenkstätten, ich empfehle sie gleichermaßen.

Das Kunsthistorische Museum mit der Kunstkammer

Die Schönheit des Entrees überzeugt schon. Sie werden sich eingeladen fühlen, denn das Stiegenhaus ist erlesen und dann steht die Wahl an: Velasquez, Canaletto, Arcimboldo, Raffael oder hinüber zu Breughel, Vermeer und Rubens. Auf jedweder Seite gibt es ein Pelzchen. Es sei denn, sie sind noch in der Kunstkammer. Da sind schließlich Schätze, die Kaiser unterhielten. Einige sind sogar frech.

Die Schatzkammer

Allein die Kronen: eine gewichtige, eine schöne und dann noch eine unbeholfene. Das Motiv des  Krönungsumhangs der Kaiser wird sie wundern und auch die Schrift und die Herkunft. Die Socken sind noch intakt, seidene mit Perlen. Eine Wiege mit Füllhorn, eine Lanze , die man für wirkmächtig hielt und ein Einhorn, oder doch nicht? Preziosen, Reliquien, ein Burgundischer Schatz.

Gebündelte Geschichte.

Die Kapuzinergruft

Hier sind die Kaiser und Kaiserinnen, die Erzherzöge und Erzherzoginnen der Familie Habsburg begraben. Die Särge spiegeln die Jahrhunderte und reichen von schlicht, sich steigernd, überbordend figural, expressiv und bedeutungsbehaftet zurück zu abermals schlicht.

Sehenswert ist sie, die Gruft, und man trifft all die Gestalten im Geiste, die Mitglieder der Dynastie.

Die Musikergedenkstätten

Das ist eine Besonderheit Wiens. Es gibt das Haus Haydns in der Vorstadt, das Haus Mozarts, direkt beim Dom, eine der Wohnungen von Strauß und im Falle Schuberts und Beethovens sogar je zweierlei Häuser. Nicht jeder findet hin, obwohl es nicht schwer ist. Haydns Haus hat ein Gärtchen, Schuberts Haus einen Brunnen, man kann lauschen, betrachten, lesen und spüren.

Ein Vorschlag eines Musiker Spaziergangs einschließlich zweier Stätten steht unter Wienthemen.

Der Prunksaal der Nationalbibliothek

Dieser Saal ist eine Schönheit und das Herzstück der Nationalbibliothek. Man kann ihn in einen Stadtspaziergang einbauen, oder unter Berücksichtigung der jeweiligen Ausstellung, eine eigene Führung zum Thema Nationalbibliothek gestalten.

Für Jugendliche ist der Eintritt frei.

Das Belvedere

Es ist das Gartenschloß des Prinzen Eugen und besticht durch die Eleganz seines Daches. Sie schwärmen für die Bilder Klimts? Dann müssen sie hinein. Manche kamen wegen des Kusses und liebten dann seine Gärten.
Die Kunst geht aber noch weiter: Messerschmidts  marmorne Grimassen, der Tigerlöwe Kokoschkas oder die Bandbreite des Biedermeiers vom Wienerwaldgenre bis zum Porträt und dem knisternden Glanz des Seidenkleids.

Weitere Vorschläge:

  • Der Stephansdom mit der Westempore
  • Das Naturhistorische Museum, manchmal mit Dachbesteigung
  • Das Wien Museum für Stadtmodellenthusiasten
  • Die Albertina, mit Zimmerflucht aus dem Empire
  • Die Wagenburg für Kutschenfreunde
  • Das Tröpferlbadmuseum auf der Wieden, Kuriosa gibt es auch. Bitte entdecken.